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Tätigkeitsbericht "American Society of Clinical Onkology (ASCO), Band 19 2000 Nr. 1493 |
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Tätigkeitsbericht der "American Society of Clinical Onkology (ASCO)“ Band 19 2000 Nr. 1493 (Krebs der Fortpflanzungsorgane) (Proceedings of ASCO Volume 19 2000, No. 1493) Hormonblockade als die einzige Behandlung von Prostatakrebs mit klinischer Klassifikation T1 bis T3 bei 100 Patienten
R. L. Leibowitz; Compassionate Oncology Medical Group, Los Angeles
Die Auswirkungen einer Behandlung von Prostatakrebs des klinischen Stadiums T1 bis T3 mit einer dreifachen Hormonblockade wurde retrospektiv ausgewertet. Die Größe der an der Studie beteiligten Population betrug 100 Männer, deren klinisch lokal begrenzter oder lokal fortgeschrittener Prostatakrebs in der Stadtpraxis eines allein praktizierenden Onkologen behandelt worden ist. Bei allen Patienten war der Prostatakrebs durch eine Biopsie bestätigt. Die Gleason Score reichten von 4 bis 10 (Durchschnitt: 6,55). Die Anfangswerte des PSA reichten von 0,39 ng/ml bis 100 ng/ml (Durchschnitt: 13,23 ng/ml). Die Behandlung bestand in einer Verabreichung von einem LHRH-Agonisten (entweder Leuprorelinacetat oder Goserilinacetat) plus Antiandrogen (entweder Flutamid 750 mg täglich oder Bicalutamid 150 mg täglich) plus Finasterid 5 mg täglich über eine mittlere Dauer von 13 Monaten. Danach folgte eine Erhaltungstherapie mit 5 mg Finasterid täglich. Kein Patient hatte irgend eine Form von lokaler Therapie erhalten. Die Effektivität dieser Medikamentengabe wurde auf der Basis der Kontrolle der PSA-Werte und des ursachenspezifischen Überlebens bei Vorliegen von Prostatakrebs beurteilt. Während der dreifachen Hormonblockade fielen die PSA-Werte bei allen Patienten (durchschnittlich nach vier Monaten) auf ein unmessbar geringes Niveau (0,1 ng/ml oder geringer). Nach Absetzen dieser dreifachen Medikamentengabe (obwohl alle Patienten eine Erhaltungstherapie mit 5 mg Finasterid weiterführen) wurden diese 100 Patienten darüber hinaus im Durchschnitt 20 Monate weiter beobachtet. 60 Patienten sind seit mindestens zwölf Monaten von dem LHRH-Agonisten und dem Antiandrogen abgesetzt (Durchschnitt 30 Monate). Bei allen, bis auf einen von diesen 60 Patienten stieg der PSA-Wert anfänglich an, erreichte dann aber ein stabiles Plateau und steigt seitdem nicht mehr. Der längste Beobachtungszeitraum bei Einnahme nur von Finasterid sind 75 Monate. Der letzte gemessene durchschnittliche PSA-Wert bei diesen 60 Patienten beträgt 1,42 ng/ml. Die ursachen-spezifische Überlebensrate beträgt 100 %. Hormonblockade mit der dreifachen Medikamenteneinnahme gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Finasterid scheint eine vielversprechende Alternative für das Management von Patienten mit klinisch lokal begrenztem oder lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs zu sein.
übersetzt von Christian Ligensa
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